Los Angeles

Texas

Sierra Madre

Mexico City

Puebla

Chiapas

Yuacatan

Belize

Tikal

Panajachel

Antigua

Copan

Utila

El Salvador

Guatemala

Acapulco

Baja California

Los Angeles

Einmal El Salvador und zurück


Irgendwann im Juni 1994, zwei verwirrte Gestalten (Dirk & Thomas) stürzen in ein Reisebüro auf der Wilsdruffer Straße in Dresden und wollen Flugtickets kaufen; den Hinflug von Berlin nach Los Angeles, den Rückflug von Buenos Aires drei Monate später.

31. Oktober 1994, die selben Personen nutzen die Polster in einem Schnellzugwagen des D-Zuges nach Berlin ab, wo sie mit viel Gepäck und Optimismus ein Abteil belegen. Eine 10-wöchige Reise in eine andere Welt hat begonnen.

Die erste Panne, die organisierte Unterkunft in Berlin erweist sich als verschlossen. Der Besitzer kam leider erst gegen 22:00 Uhr nach Hause. Aber dieses Problem lässt sich wie viele der kommenden noch lösen.

Am nächsten Morgen werden diese Personen in Berlin Tegel ein Flugzeug besteigen und via London nach Los Angeles fliegen. Dort angekommen, besteht die dringende Notwendigkeit ein Auto zu mieten, denn jeder in den USA hat ein Auto, ein späterer Versuch sich ohne ein solches zu bewegen, schlägt hoffnungslos fehl.

Aber sie brauchen das Auto nur kurz, denn schon einen Tag nach der Ankunft haben sie irgendwo ein VW-Bus (82/Diesel!) aufgetrieben und gekauft. Vielleicht hätten sie sich ein bisschen mehr Zeit lassen sollen. In Kalifornien hat man eine gewisse Abneigung gegen Diesel, was sich später beim Verkauf als nicht sehr positiv niederschlägt.

Aber nun haben sie ein Gefährt womit man nach Argentinien fahren kann und welches sich außerdem zum campen eignet. Zu diesem Zeitpunkt ist das Auto noch in einem brauchbaren Zustand, es war wohl vorher nie in Mexiko oder südlicher gewesen. Und was machen diese Leute nun mit dem Auto? fahren, fahren, ...

Joshua Tree National Monument
Als erstes wird das in der Nähe von L.A. gelegene Joshua Tree National Monument besichtigt, ein typisch kalifornisches Wüstenland, ein großes Hochtal - von Bergen umgeben, die fast 1800 Meter hoch sind. Hier wachsen die hübschen Orange-Lily-Kakteen und die kalifornischen Wüstenpalmen - die Joshua-Bäume oder Yukkas.

Sie fahren weiter auf dem Interstate 10 durch Arizona und machen in Tucson ein Zwischenstopp, wo sie im Saguaro Nat`l. Mon. riesige Kakteen bestaunen. Vo da aus geht es nach
Texas und sie erreichen nach 4 Tagen die mexikanische Grenze bei Piedras Negras.

Nur scheint das Bildungsniveau der dortigen Beamten nicht besonders hoch zu sein, unsere Freunde sprechen kein spanisch und es kommt zum ersten Eklat. Sie machen den verhängnisvollen Fehler dem dortigen Beamten mitzuteilen, dass sie mit dem Auto nach Süden Mexiko verlassen wollen. Ein Vergehen, was mindestens die Todesstrafe nachsichziehen müsste. Es gelingt ihnen aber dann doch den begehrten Aufkleber zu erhalten, welcher zur Einreise nach Mexiko nötig ist. Allerdings müssen sie versprechen, Mexiko wieder in Richtung USA zu verlassen.

Im nachhinein erweist sich das Begehren des Beamten als völlig grundlos, ich möchte hier nicht andere Wörter zur Beschreibung des Sachverhaltes verwenden. Noch viel schlimmer, unsere zwei Reisenden, noch völlig unerfahren mit der lateinamerikanischen Bürokratie (zählen wir Mexiko einfach mal dazu), bilden sich ein, sich an das Versprechen halten zu müssen und buchen später ihren Rückflug um. Ein verhängnisvoller Entschluss, dazu aber später.

Sie sind nun in Mexiko und erleben ein schrecklich langweiliges und ödes Fleckchen Erde. Zur brütenden Hitze gesellt sich eine fast flache Landschaft ohne Vegetation. Nach zwei Tagen werden sie die Durststrecke durchfahren haben, und sich unterwegs noch eine Tropfsteinhöhle angucken.

Auf der Fahrt durch
die Sierra Madre
Jetzt geht es durch das mexikanische Hochland. Die Straße verläuft teilweise in den Wolken, was nicht an besonders schlechtem Wetter, sondern an einer Höhe von über 2000m liegt. Ist die Sicht frei, eröffnet sich ein phantastischer Blick in die Hochtäler der Sierra Madre.

Skulpturen in den Ruinen
von Tula
Ihr nächstes Ziel ist Tula, 65 km nördlich von Mexico City. Dort klettern sie das erste Mal auf den Hinterlassenschaften unserer Vorfahren herum. In Tula befindet sich die bedeutendste Tolteken-Stätte in Mexico, ausgestattet mit 2 Ballspielplätzen, Pyramiden und bis zu 6m hohen Skulpturen. Ball wird dort nicht mehr gespielt; würde bei der Hitze auch keinen Spaß machen.

Nun in
Mexico City angekommen, heißt es die Flüge umbuchen. British Airways wird wohl am Flughafen zu finden sein und in einer halben Stunde ist die Sache vergessen. Was unsere Abenteurer allerdings nicht kennen, ist den Weg zum Flughafen. Diese leichte Unsicherheit, gepaart mit dem Chaos des mexikanischen Straßenverkehrs verzögert den Ablauf leicht. Nun findet sich aber doch eine Möglichkeit den Flughafen zu erreichen, einfach einem Taxi hinterher, welches ein großes Flugzeug draufgemalt hat. Da die Taxifahrer ein wenig mehr Erfahrung in der Meisterung des Chaos haben, ist es für unsere Freunde im VW-Bus ein kleines Problem dem Taxi zu folgen. Wider Erwarten erreichen sie ihr Ziel, nur das der British Airways-Schalter leider schon geschlossen ist.

Aber sie können ja am nächsten Tag in das Stadtbüro kommen, wo man dann sofort die Tickets umbucht. Welch naive Vorstellung...

Natürlich haben sie BA-Flüge, aber unglücklicherweise sind es Studententickets und die kann nur ein Reisebüro ändern, was nur eine halbe Stunde Metrofahrt entfernt liegt. Wäre jetzt nicht das Problem, dass dieses Büro eine nächtliche Anfrage per Fax an die amerikanische Muttergesellschaft starten müsste, unsere Reisenden könnten nach 2 Tagen Mexico City verlassen.

Haben sie die erste Nacht ca. 50km außerhalb der Stadt auf einem Berg verbracht (herrliche Aussicht auf Mexico City ; ein Lichtermeer), stellen sie ihr Auto diesmal irgendwo an den Straßenrand. Die Nacht verläuft ohne Probleme, am nächsten Morgen erwartet sie dann aber eine böse Überraschung.

Es ist Freitag und die letzte Nummer auf dem Nummernschild ist eine 9, eine Tatsache, die sonst keiner Erwähnung bedarf, in Mexico City allerdings US$ 200 wert ist, allerdings nicht als Gewinn. Was sie nicht wissen konnten, war die Existenz eines Programms mit dem Namen Hoy no circulan, was soviel wie Heute bewege ich mein Auto nicht. heißt. Entsprechende Verkehrsschilder sind gut getarnt und halb verrostet rings um Mexico City aufgestellt. Warum fahren die Touristen auch nachts über mexikanische Straßen. Kein Wunder, dass sie so was übersehen.

Nun muss die Polizei auch von etwas leben. Die sind so arm, dass sie nicht ein mal Quittungsblöcke für Strafzettel haben. Jedenfalls gelingt es 3 Polizisten zu erkennen, dass die 9 mit dem Freitag nicht zusammenpasst. Allerdings sind sie dort auch nur Menschen, und was für welche, so dass man ruhig ein wenig verhandeln kann. Unsere dem Spanisch kaum mächtigen Freunde, werden den ersten Polizisten von US$ 200 auf US$ 30, den zweiten auf US$ 0 (Glanzleistung, gibt eine 6.0 in der B-Note) und den dritten auf US$ 15 herunterhandeln.

Nun steht aber noch ein kleines Problem vor ihnen; sie haben erfolgreich die Stadt verlassen, das Auto parkt irgendwo an einer Bretterbude (Verkaufsstelle) neben der Autobahn, aber die Flugtickets liegen in Mexico City. Sie werden also einen Linienbus nehmen, in die Stadt fahren, die Tickets abholen, einen Bus suchen, welcher wieder zurück fährt und gegen Abend bei ihrem Auto ankommen. Insgesamt haben sie nun 3 Tage gebraucht um den Rückflug umzubuchen.

Pyramide der Sonne,
Teotihuacan
Zwischenzeit ist genug Zeit gewesen, um den Ruinen von Teotihuacan einen Besuch abzustatten, und immer noch mit Begeisterung die Pyramiden zu erklimmen. Teotihuacan besteht aus drei Hauptbestandteilen, der Ciuadela, der Pyramide der Sonne und der Pyramide des Mondes, welche durch die 4km lange Straße des Todes verbunden sind. Der Einfluss, der in Teotihuacan lebenden Azteken reichte bis in das Gebiet, des heutigen Guatemala. Die massive Pyramide der Sonne erreicht eine Hohe von 64 m und 213 qm Grundfläche.

Von dort geht es weiter nach
Puebla, bekannt durch das dortige VW-Werk. Die Stadt ist aber nicht deswegen einen Besuch wert. Umgeben von Vulkanen (einer ist gerade ausgebrochen), einer restaurierten Innenstadt im Kolonialstil kann man dort einen Hauch Europa spüren. Dass es auch dort in der Nähe eine Pyramide gibt, (durchzogen von 8km unterirdischen Gängen, 1km frei zur Besichtigung) sei hier nur erwähnt.

Die Reise geht weiter nach Süden zum Pazifik. Der VW-Bus wird sich bei brütender Hitze über Gebirgsketten quälen um dann 3 Tage später den Stillen Ozean bei Tehuatepec zu erreichen.

Strassensperre kurz vor
Palenque
Von dort gibt es eine Staatenverbindung nach Norden zur Yucatan-Halbinsel. Der Weg führt durch den die Provinz
Chiapas , bekannt aus dem Fernsehen. Nun probt die Armee dort schon seit geraumer Zeit den Krieg und hat an jeder Straßenkreuzung einen Kontrollpunkt aufgebaut. Um sich Respekt zur Verschaffen, sind diese Stellen dann mit hinter Sandsäcken verbarrikadierten Soldaten, Reifentöter und diversem anderen hässlichen Zeug ausgerüstet.

Tempel der Inschriften,
Palenque
Die Umgebung, durch die diese Straße führt entschädigt für all diese Unannehmlichkeiten. Unterwegs liegt Palenque, eine kleine Stadt, wo man diesmal die andere Seite (Indios) beim Proben des Aufstandes sehen darf und in ihrer Nahe einer der berühmtesten Tempelanlagen der Maya-Kultur in Mexikos. Dazu gehört der Tempel der Inschriften mit einer für diese Kultur untypischen Eigenschaft. Er diente als Grabmal und die Grabkammer kann auch besichtigt werden. Innerhalb des Tempels ist es allerdings sehr feucht, die Treppen hinunter sind entsprechend glatt. Ob die Feuchtigkeit nun dem allgemeinen Klima zuzuschreiben ist, oder durch die Busladungen von Touristen verursacht wird, ist nicht bekannt.

Nun ist Palenque sicher ein schöner Ort, aber da unsere Freunde noch mehr sehen wollen, fahren sie nun weiter nach Norden auf die
Yucatan-Halbinsel, besichtigen dort die Pyramiden von Edzna und den Tempelkomplex von Uxmal.

Uxmal besteht aus einer größeren Ansammlung von Pyramiden und Tempeln, wo man besonders das Besteigen der Hauptpyramide am Abend im Lichte des Vollmondes empfehlen kann. Sollte dann auch noch eine Flasche Tequila vorrätig sein, macht es noch mehr Spaß. Sehenswert sind weiterhin das Casa de las Monjas (Haus der Nonnen), das Casa del Gobernador und das Casa de las Tortugas (Haus der Schildkröten).

Hauptpyramide in
Chichen Itza
Weiter geht's und hinter Merida guckt man ganz erstaunt auf die Temperaturanzeige für den Motor des VW-Buses. Da hat sich doch tatsächlich die Wasserpumpe die Kugel gegeben. Ein hochspezialisierter Mechaniker (Spezialität: wiederfinden von Schrauben, die er vorher im Sand verteilt hat) nimmt sich dem Problem an, bastelt aus einem herumstehenden Schrotthaufen eine Pumpe aus und die dann wieder in den Bus hinein. Passieren tut das alles in Chichen Itza.

Diese Stadt wurde in der klassischen Maya Periode (AD 600-900) erbaut und mehrmals von ihren Bewohnern verlassen, warum weiß keiner genau und die Vermutungen hier niederzuschreiben sprengt doch den Rahmen. Die Hauptpyramide hat 365 Stufen, jeweils 91 pro Seite und eine auf der Spitze und ist exakt nach Norden ausgerichtet. Einmal im Jahr (Frühlingsanfang) kann man hier ein Schauspiel besondere Art beobachten. Der Regengott Chac kommt aus der Pyramide zu den Menschen, ein beeindruckendes Spiel von Licht (Sonne) und Schatten (Pyramide). Dieses wird jeden Abend in einer Licht- und Tonshow nachgestellt.

Nun kann man sich eine Ruhepause von der Kultur gönnen und an der östlichen Küstenstraße einen unbelebten Strand suchen, baden gehen und begreifen das man Urlaub hat und sich nicht auf einer archäologischen Studienreise befindet. Gesagt, getan. Bald ist auch die Grenze nach
Belize (Britisch Honduras) erreicht, wo besonders eifrige Beamte den in Piedras Negras erkämpften Aufkleber ins Visier nehmen und feststellen das dieser ab muss.

Ist ja auch völlig logisch, schließlich hat man doch 3 Wochen vorher versprechen müssen, den Aufkleber wieder an die amerikanische Grenze zu bringen. Das allgemeine Chaos ausnutzend, gelingt es den nicht mehr ganz so Reiselustigen, die Grenze mit dem Aufkleber zu überwinden.

Zu Belize lässt sich nicht viel sagen; ein Land, dass man ohne die Gefahr einzugehen, etwas zu verpassen in 2 Tagen durchqueren kann.

Dann ist man auch schon an der Grenze nach Guatemala. Das Passieren der Grenze zu Fuß ist kein Problem, aber auch noch ein Auto mitnehmen zu wollen und das in der hintersten Provinz, erfordert bürokratische Klimmzüge gigantischen Ausmaßes. Nach ca. 1 Stunde ist der halbe Pass vollgestempelt, die Geldbörse merklich leerer und ein neuer Aufkleber an der Windschutzscheibe.

In einem wunderbar befahrbaren Schlagloch erreichen die Mittelamerika-Urlauber nun bald die Ruinen von
Tikal. Die Fahrt verlauft problemlos, nur der komplette Auspuff fällt ab. Tikal war vom 3. bis 10. Jahrhundert AD bewohnt. Die Pyramiden können fast alle erklettert werden.

Peten Highway kurz
hinter Santa Elena
Die Straße von Santa Elena (in der Nähe von Tikal) nach Modesto Mendez wird zu einem Höhepunkt der Reise. In atemberaubendem Tempo, nur 8 Stunden für 200 km, wird die Strecke gemeistert. Auf eine spätere Nachfrage hin, bekommen sie die Bestätigung, dass sie wirklich die Straße gefahren sind, und nicht ein ausgetrocknetes Flussbett.

Blick auf den Lago Atitlan
Der Anlaufpunkt soll
Panajachel sein, ein kleines Städtchen am Lake Atitlan mit dem Spitznamen Gringotenango , der amerikanischen Touristen wegen. Der Lake Atitlan liegt 147km NW der Hauptstadt Guatemala 1562 über dem Meeresspiegel. Er ist 7-10 km breit und 18 km lang, sowie einer schönsten und farbenprächtigsten Seen in der Welt. Der See wechselt seine Farbe ständig und ist in Mitten purpurroter Berge und olivgrüner Hügel gelegen.

Schlechte bis nicht vorhandene Beherrschung der spanischen Sprache ist ein entscheidender Nachteil in Mittelamerika, so dass es zweckmäßig ist, diese spätestens am Ort des Geschehens zu erlernen.

Wo geht das besser, als in
Antigua (Guatemala), der alten Hauptstadt. Diese Stadt wurde 1773 bei einem Erdbeben so stark beschädigt, dass man sich entschloss die Hauptstadt zu verlegen. Heute tummeln sich hier vor allem amerikanische Touristen, die nach 2 Tagen wieder verschwinden und eine nicht geringe Anzahl von Rucksackreisenden, die hier Spanisch lernen.

Da man nicht den ganzen Tag lernen kann, gibt es für den Abend eine ausreichende Anzahl von Kneipen und Restaurants. Man kann auf die Vulkane der Umgebung klettern, was sich vor allem am Wochenende anbietet und die teilweise noch aktiv sind. Ein erhebender Augenblick, einen Blick über den Rand des Schlotes zu werfen..., aber eine Quälerei den Rand zu erreichen.

Und so ist es nicht verwunderlich, wenn Dirk und Thomas hier ersteinmal 2 Wochen verweilen. Dann fahren sie aber weiter, schließlich wollen die Ruinen von
Copan noch besichtigt werden. Copan liegt in Honduras (395 km von Tegucigalpa). Die Ruinen wurden 1839 wiederentdeckt; sie waren vollständig vom Jungle überwuchert.

Nun kann man in Honduras nicht nur auf alten Gemäuern herumklettern, sondern auch hervorragend (und billig) tauchen. Dazu muss bieten sich die beiden Inseln Utila und Roatan an, die an der Karibikküste liegen. Da es auf Roatan im Gegensatz zu Utila Strand gibt, dafür auf Utila Unmengen von Sandfliegen, zieht es die finanzkräftigen Amerikaner nach Roatan.

Utila ist 41 qm groß und 32 km vom Festland entfernt. Man erreicht es am besten mit dem Flugzeug. Es ist möglich die verschiedensten Tauchkurse absolvieren, vom Anfängerkurs bis zum Tauchlehrer. Da es auch hier eine nicht zu unterschätzende Anzahl von Kneipen gibt, fällt es den sich in Tauchausbildung befindlichen, nicht schwer 1 Woche dort zu verweilen. Haie sind leider nicht auszumachen, maximal in der Suppe.

Nun ist es Mitte Dezember und 4 Wochen später wollen unsere Reisenden von Los Angeles zurückfliegen. Man denkt nun daran und entscheidet über
El Salvador sich auf den Rückweg zu machen. In El Salvador erwartet sie ein Land, dass eine herrliche Natur aufweist, aber sie werden sehen, wie man diese Natur mit Müllkippen an jeder Straßenecke kaputtmacht.

Dem werten Leser nun ein kleines Rätsel:
 
Ein Tankwagen (Benzin/Diesel) ist kaputt (leck).
Wie repariert man den Tank in möglichst kurzer Zeit? ...
Schweißen natürlich.


Reparieren eines Tankwagens,
El Salvador
Das jedenfalls ist die gebräuchliche Methode in El Salvador. Mit dem VW-Bus wird in den östlich von San Salvador gelegenen National Park Cerro Verde gefahren. Dort erklimmen die zwei einen Vulkan (Santa Anna) in dessen Krater sich vier kleinere befinden, einer gefüllt mit Wasser.

Abendstimmung am Cerro Verde
In der Nahe von Cerro Verde ist der Izalco-Krater , dessen Aufstieg aber Ende 1994 gesperrt ist. Unsere Freunde haben Glück, sie erleben am Abend einen unvergleichlichen Anblick des Izalco. Unter ihnen befinden sich die Wolken, vor ihnen der Krater und dahinter den Sonnenuntergang.

Von El Salvador werden sie nun weiter fahren nach
Guatemala und dort erst einmal baden gehen. Schwarze menschenleere Sandstrände erlebt man nicht allzu häufig und warmes Wasser mit großen Wellen machen diesen Ausflug perfekt.

Nun, da die Zeit immer weiter voranschreitet, fahren sie zurück nach Mexiko. Die Einreise gestaltet sich nun weitaus unkomplizierter, schließlich hat man bei den vorangegangenen vier Grenzen die Grundzüge der lateinamerikanische Bürokratie begreifen gelernt. Erinnerungen, an das aus Asterix erobert Rom bekannte Haus, das Irre macht, werden an diesen immer wieder wach.

Vor allem wichtig sind runde oder dreieckige Stempel, ob diese nun im Pass oder auf der Angelkarte sind, ist Nebensache. Für Ungeübte empfiehlt es sich, einen Führer zu mieten.

Sie werden jetzt immer weiter nach Norden fahren, baden gehen, andere Touri's kennen lernen und mit ihnen in
Acapulco 3 Tage verbringen. Diese Stadt war sicher einmal sehr schon. Nun ist der Strand nicht mehr zu sehen. Alle gängigen Hotelketten haben hier einen Betonklotz hingesetzt und es gibt genügend Touristen, denen es gefällt dort geurlaubt zu werden.

Nun heißt es sich zu beeilen um weiter nach Norden zu kommen. Aber was erwartet unsere Freunde dort? Bitterste Kalte (20 C) und Regen! Sie entschließen sich trotz allem mit der Fähre auf die Baja California überzusetzen und auf der Halbinsel in die USA zu fahren. Die
Baja California ist berühmt für ihre Kakteen, die vor allem im Mittelteil zahlreich vorhanden sind und selbst bei schlechtem Wetter einen Besuch lohnen. Wer andere Pflanzen dort erwartet, wird enttäuscht sein. Die Halbinsel ist Wüste.

Es gibt noch eine andere Attraktion dort. Von Januar bis März versammeln sich Grauwale in der Bucht von Guerro Negro um dort ihre Jungen zur Welt zu bringen. Wer kann es unseren Freunden verdenken, wenn sie sich in ein Boot setzen und in diese Bucht hinausfahren.

Dann gelingt der Mexikanischen Mineralölgesellschaft PEMEX ein einmaliges Kunststück. Nicht nur das sie Benzin als Diesel verkaufen; nein, sie schaffen es noch eine größere Menge Wasser darunter zu mischen. Letzteres ist weniger schlimm, aber Benzin ist der Tod einer jeden Dieselpumpe... In Mexiko gibt es natürlich keine Dieselpumpen zu kaufen, aber gute Busverbindungen nach San Diego...

Nach 10 Wochen werden unsere Freunde
Los Angeles erreicht haben, den VW-Bus verkaufen, und um viele Erfahrungen reicher sein.
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